27.09.2026 Kinderfeuerwehr zu Besuch in der Atemschutzübungsanlage Baden-Baden
In der vergangenen Woche machte sich unsere Kinderfeuerwehr auf den Weg nach Baden-Baden. Ziel war die dortige **Atemschutzübungsanlage**. Die Kinder sollten einmal hautnah erleben, was Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner als Atemschutzgeräteträger (AGT) leisten müssen und wie eine Belastungsübung abläuft.
Nach der Ankunft ging es zunächst in den **Vorbereitungsraum**. Hier bereiten sich die Atemschutzgeräteträger auf ihre Belastungsübung vor und legen ihre komplette persönliche Schutzausrüstung an. Dabei gibt es einige wichtige Voraussetzungen und Regeln: Die Teilnehmer müssen unter anderem körperlich fit und einsatzfähig sein. Auch ein dichter Sitz der Atemschutzmaske muss gewährleistet sein – im Bereich der Dichtlinie darf deshalb beispielsweise kein Bart den richtigen Sitz beeinträchtigen. Ausgerüstet wird sich so, wie es auch für einen Brandeinsatz erforderlich wäre.
Anschließend ging es weiter in den **Kontrollraum**. Von hier aus wird die gesamte Übung vorbereitet, gesteuert und überwacht. So kann jederzeit kontrolliert werden, wo sich die Atemschutzgeräteträger befinden und wie die Übung verläuft.
Der „Sportraum“
Danach stand der Raum auf dem Programm, den unsere Kinder kurzerhand zum **„Sportraum“** erklärten. Und ganz Unrecht hatten sie damit nicht!
Hier befinden sich verschiedene Geräte, an denen die Atemschutzgeräteträger während ihrer Belastungsübung körperliche Arbeit verrichten müssen. Dazu gehören unter anderem ein **Laufband, ein Fahrradergometer, ein Handergometer, eine Endlosleiter sowie zwei Schlaghämmer**.
Natürlich blieb es für unsere Nachwuchsfeuerwehrleute nicht nur beim Anschauen und Zuhören. Einige der Geräte durften selbst ausprobiert werden, was für jede Menge Begeisterung sorgte.
Der Höhepunkt: „Der Käfig“
Dann kam der Teil, auf den alle besonders gespannt waren: die **Atemschutzübungsstrecke**, von den Kindern schnell nur noch „der Käfig“ genannt.
Hier konnten sie selbst erleben, wie eng und verwinkelt es auf einer solchen Strecke werden kann. Natürlich durften alle Kinder einmal durch die Strecke – und weil es so viel Spaß machte, ging es für viele sogar noch ein zweites Mal hinein.
Die Kinder waren mit großer Begeisterung dabei, stellten viele Fragen und bekamen einen tollen Einblick in einen wichtigen Bereich der Feuerwehrarbeit.
Nach einem spannenden und erlebnisreichen Besuch hieß es schließlich wieder: **Abfahrt nach Iffezheim!**
Aber wie läuft eine richtige Belastungsübung ab?
Für die Atemschutzgeräteträger sieht die Sache natürlich etwas anders aus als bei unserem Besuch.
Zu Beginn rüstet sich der Atemschutzgeräteträger so aus, wie er auch in einen Brandeinsatz gehen würde. Anschließend beginnt die körperliche Belastung im Geräteraum.
Dort müssen zunächst **drei verschiedene Geräte** absolviert werden. Danach geht es in die Atemschutzübungsstrecke.
Und die wird unter realistischen Ausbildungsbedingungen deutlich anspruchsvoller: Die Strecke kann beispielsweise abgedunkelt werden. Wechselnde Lichteffekte und weitere Einflüsse erschweren die Orientierung. Besonders während der Ausbildung können zusätzlich Geräusche, Hilferufe, Nebel oder Wärme eingesetzt werden, um die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner auf die Belastungen und Stresssituationen eines echten Einsatzes vorzubereiten.
Nach der Übungsstrecke geht es noch einmal zurück in den Geräteraum. Dort müssen weitere **drei Geräte** absolviert werden.
Am Ende stehen somit **sechs Geräte und eine komplette Runde durch die Atemschutzübungsstrecke** auf dem Programm.
Bei Atemschutzgeräteträgern bis 50 Jahre wird dabei eine Gesamtarbeit von **80 kJ** angesetzt. Die Arbeit an den Geräten und in der Übungsstrecke wird entsprechend zusammengerechnet. Für Atemschutzgeräteträger über 50 Jahre gelten reduzierte Anforderungen.
Was bei unserem Besuch für die Kinder vor allem spannend war und jede Menge Spaß gemacht hat, ist für die aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner ein wichtiger Bestandteil ihrer Ausbildung und regelmäßigen Fortbildung.
Für unsere Kinderfeuerwehr war es ein spannender Ausflug und ein weiterer Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr.
